
Aktionstag: Magdeburg bleibt weltoffen
Magdeburg und Sachsen-Anhalt bleiben weltoffen.
Wir stehen zusammen gegen Ausgrenzung, Hass und rechtsextreme Hetze.
Am 16. Januar 1945 wurde Magdeburg infolge des nationalsozialistischen Terrorregimes zu rund 90 % zerstört.
Diese Geschichte verpflichtet uns – gerade heute, angesichts zunehmender rechtsextremer Instrumentalisierung und Geschichtsverfälschung.
Wir gedenken der Opfer von damals und setzen heute ein deutliches Zeichen:
für Demokratie, Vielfalt und Solidarität.
Warum jetzt?
Am 6. September 2026 wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt.
Die AfD strebt den Posten des Ministerpräsidenten an – ein reales Risiko.
Wir wollen keine Regierung, die Geschichte relativiert, Verantwortung verdreht und Ausgrenzung normalisiert.
Mit friedlichen Aktionen, Mahnwachen, kreativen Kundgebungen und Kunst zeigen wir:
– Magdeburg steht für Zusammenhalt.
– Sachsen-Anhalt steht für Vielfalt und eine demokratische Zukunft.
Mach mit!
Bring Banner, Schilder und deine Stimme mit. Zeig Haltung – auch wenn es arschkalt ist. Demokratie kennt kein Thermometer.
Teile den Aufruf. Bring Freund*innen, Familie und Kolleginnen mit.
Gemeinsam für eine gerechte, solidarische Gesellschaft – ohne Hass und Ausgrenzung.
Wir freuen uns auf dich!
Euer solidarisches Magdeburg
Das vollständige Programm der Aktionswoche (16. – 27. Januar) findet Ihr auf einestadtfueralle.info
Veranstaltungen
Kein Platz für Ausgrenzung – Auftaktkundgebung
11:00 – 14:00 Uhr
Willy-Brand-Platz
SOMA – Solidarisches Bündnis Magdeburg, Quelle

Euch erwarten Redebeiträge verschiedener zivilgesellschaftlicher Gruppen sowie die Trommelgruppe „Rhythms of Resistance“
Kommt vorbei, seid laut, seid solidarisch und steht mit uns ein für eine offene Gesellschaft
Gewerkschaft gegen Faschismus (Union Against Fascism)
11:00 – 20:00 Uhr
Bahnhof Magdeburg-Neustadt, Gröperstraße 21
Ver.di, Quelle

Am 16. Januar 1945 wurde Magdeburg infolge des nationalsozialistischen Terrorregimes zu großen Teilen zerstört.
Wir wollen ein weltoffenes Magdeburg und Sachsen-Anhalt.
Wir setzen ein deutliches Zeichen: für Demokratie, Vielfalt und Solidarität.
Wir wollen Haltung zeigen, auch wenn es arschkalt ist.
Mach mit, sei dabei!
Wähl Liebe – Auftaktkampagne Sachsen-Anhalt
17:00 – 19:00 Uhr
Kreuzung Ernst-Reuter-Allee / Breiter Weg
CSD Magdeburg, Quelle

Der CSD Sachsen-Anhalt setzt an einem der zentralsten Orte Magdeburgs ein sichtbares und unübersehbares Zeichen für Liebe, Vielfalt und Demokratie – und klar gegen Faschismus und Rechtsextremismus, insbesondere gegen die Politik der AfD. An der Kreuzung Breiter Weg / Ernst-Reuter-Allee entsteht eine offene politische Aktionsfläche mit Bühne, unter anderem für eine Gesprächsrunde mit Gästen aus Politik und Zivilgesellschaft. Gemeinsam sprechen Veranstalter und Besucher*innen über Haltung, Verantwortung und darüber, was es konkret bedeutet, eine Stadt – und ein Bundesland – für alle Menschen lebenswert zu gestalten.
Rund um die Kreuzung werden an den Bauzäunen großformatige Bauzaunbanner aufgehangen, die die Forderungen sichtbar machen und über die politischen Kernanliegen der Kampagne „Wähl Liebe“, die Bedeutung queerer Flaggen und Symbole und weitere geplante Aktionen informieren.
Die Veranstaltung ist der offizielle Auftakt der Kampagne „Wähl Liebe“ für 2026 in Sachsen-Anhalt. Vorgestellt werden die landesweite Kampagne, geplante Aktionen sowie die gemeinsamen Forderungen der CSD-organisierenden Vereine in Sachsen-Anhalt. Die Forderungen richten sich klar an die demokratischen Parteien und politischen Entscheidungsträger*innen – für den Schutz queeren Lebens, für eine klare Abgrenzung gegenüber rechter Hetze und menschenfeindlicher Politik, für die Stärkung von Demokratie, Vielfalt und Zivilgesellschaft und für die verlässliche Unterstützung queerer Strukturen in Stadt und Land.
Alle Magdeburger*innen sind eingeladen, an der Aktion teilzunehmen, sich zu informieren, mitzudiskutieren und Haltung zu zeigen.
Bauzaun-Galerie für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit
11:00 – 19:00 Uhr
Alter Markt
Initiative Weltoffenes Magdeburg, Quelle

Am 17. Januar wird auf dem Alten Markt eine bunte und vielfältige Bauzaun-Galerie entstehen. Großformatige Poster mit Grafiken und Botschaften werden für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit werben, ergänzt durch künstlerische und musikalische Beiträge verschiedener zivilgesellschaftlicher Akteure, die sich für eine vielfältige Stadt engagieren. Alle Magdeburger*innen sind herzlich zur Unterstützung eingeladen.
Bunter Bahnhof Buckau
14:00 – 18:00 Uhr
Bahnhof Buckau, Porsestraße
GWA-Gruppe Buckau, Quelle

Anlässlich des Jahrestags der Bombardierung Magdeburgs will die Gemeinwesenarbeitsgruppe Buckau in ihrem Stadtteil ein Statement gegen Intoleranz, Hass und Hetze setzen. Aus diesem Grund soll am 17. Januar der Vorplatz des Buckauer Bahnhofs zwischen 14 und 18 Uhr zum Hotspot für Vielfalt, Liebe und Aufgeschlossenheit werden. Buckau ist bunt und soll abfärben!
Mahnwache für Frauenrechte und Menschenrechte
13:30 – 16:30 Uhr
Trümmerfrauen-Denkmal
Politischer Runder Tisch der Frauen und der Geschlechtergerechtigkeit Magdeburg & Omas Gegen Rechts, Quelle
Der Politische Runde Tisch der Frauen und der Geschlechtergerechtigkeit organisiert gemeinsam mit den Omas Gegen Rechts am Denkmal der Trümmerfrauen vor der Johanniskirche eine Mahnwache, um die Rechte des Grundgesetzes Artikel 3, 18 und 21 des (GG) und der Europäischen Charta sichtbar zu machen.
Solidarisch gegen Rechtsextremismus – Aktivisti Auffangspace
11:00 – 18:00 Uhr
Hasselbachplatz
Seebrücke Magdeburg, Quelle
Die Seebrücke Magdeburg möchte die Aktionen gegen rechtsextremen Geschichtsrevisionismus am 17.01. unterstützen und stellt allen Aktiven und Engagierten warmes Essen und Getränke bereit. Alle, die sich solidarisch mit den Aktionen gegen rechtsextreme Gruppen und Propaganda zeigen, sind herzlich eingeladen.
Die Seebrücke Magdeburg steht für eine Gesellschaft, die durch ein Miteinander wächst und sich nicht spalten lässt.
Die Aktion findet in Kooperation mit dem Bündnis „Studierende gegen Rechts“ statt.
Mahnwache am ehemaligen Polte-Lager
12:00 – 16:00 Uhr
Denkmal für ehemaliges Polte-Lager, Liebknechtstraße 65-91
Sekundarschule LebenLernen, Quelle
Team und Schüler*innen der Sekundarschule „LebenLernen“ laden alle Magdeburger*innen zur Mahnwache am ehemaligen Polte-Lager ein, um Erinnerungs- und Gedenkorte vor rechtsextremen Gruppen zu schützen und an die Opfer nationalsozialistischer Gewalt zu erinnern. Zwischen 12 und 16 Uhr gibt es Informationen zur Geschichte des Lagers, Lieder und Gedichte. Auch Texte ehemaliger Häftlinge werden verlesen.
Hintergrund:
In der Liebknechtstraße 65-91 befand sich in der Zeit des Nationalsozialismus von 1944 bis 1945 das Konzentrationsaußenlager des Rüstungswerkes Polte AG Magdeburg, des KZ Buchenwald und des Frauen-KZ Ravensbrück. Über 3.000 Frauen und 600 Männer aus verschiedenen Nationen, jüdischer und nichtjüdischer Herkunft, mussten als Zwangsarbeiter*innen in den Polte-Rüstungswerken unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten. Der Großteil von ihnen überlebte dieses erbarmungslose und menschenverachtende Lager und den Todesmarsch nach Ravensbrück 1945 nicht.
Mahnwache für Weltoffenheit, Toleranz und Miteinander
11:00 – 18:00 Uhr
Westfriedhof Magdeburg, Große Diesdorfer Str. 160
VCD Magdeburg, Quelle
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) lädt die Magdeburger*innen zu einer Mahnwache am Portal des Westfriedhofs ein, um den öffentlichen Raum vor und auf dem Friedhof vor rechten Aufmärschen zu schützen und gleichzeitig für Weltoffenheit, Toleranz und Miteinander zu werben.
Der VCD macht sich stark für die Interessen aller Verkehrsteilnehmer*innen, ob Radfahrende, Fußgänger, Bahn- oder Autofahrer*innen – multimodal, ökologisch und fair! Die Ortsgruppe Magdeburg setzt sich ehrenamtlich für ein gutes Miteinander im Verkehr in Magdeburg ein.
Mahnwache: Eine Stadt für alle | Grundeinkommen für alle
11:00 – 14:00 Uhr
Friedensplatz, Breiter Weg
Grundeinkommen Harz Magdeburg e.V., Quelle
Der Verein Grundeinkommen Harz | Magdeburg e.V. lädt die Magdeburger*innen zu einer Mahnwache auf dem Friedensplatz ein, um den öffentlichen Raum am Breiten Weg / Hasselbachplatz vor rechtsextremen Aufmärschen zu schützen und gleichzeitig für Grundrechte und soziale Teilhabe zu werben.
Mahnwache: Extremismus und Terrorismus – mit christlichem Glauben unvereinbar!
10:00 – 18:00 Uhr
Domplatz
Evangelische Domgemeinde
Die Evangelische Domgemeinde lädt alle Magdeburger*innen am 17. Januar zu einer Mahnwache am Nord-/Westportal des Magdeburger Doms ein, um öffentliche Räume vor rechtsextremen Gruppen zu schützen und gemeinsam für Frieden und Menschlichkeit einzutreten.
Mahnwache der Gewerkschaften für Vielfalt, Solidarität und Demokratie
14:00 – 18:00 Uhr
Gewerkschaftshaus, Otto-von-Guericke-Str. 6
DGB Region Altmark-Börde-Harz, Quelle
Die DGB-Region Altmark-Börde-Harz lädt zur Mahnwache am Gewerkschaftshaus ein, um für ein vielfältiges, solidarisches und demokratisches Magdeburg einzutreten und um Vorurteilen, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz keinen Platz zu lassen.
Straßenbahnfahrt zu Erinnerungsorten des Nationalsozialismus
10:00 – 13:00 Uhr
Ort nach Anmeldung
Katholische Erwachsenenbildung im Land Sachsen-Anhalt e.V., Quelle, Anmeldung
Die Katholische Erwachsenenbildung im Land Sachsen-Anhalt e.V. lädt in Kooperation mit den Magdeburger Verkehrsbetrieben (MVB) zu einer Bildungsfahrt in der Straßenbahn ein. Mit der „Hingucken, Denken und Einmischen-Straßenbahn“ geht es zu Orten, die in der Geschichte der Stadt für Vertreibung, Verfolgung, Zerstörung und Tatorte des Nationalsozialismus stehen – aber auch für Widerstand, Aufbau und Visionen. Die Fahrt wird begleitet von Pascal Begrich, Historiker und Geschäftsführer von Miteinander e.V..
Da die Plätze begrenzt sind, ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.
Anmeldungen sind HIER möglich.
Wichtige Hinweise zur Veranstaltung:
Der Einstieg erfolgt gegen 10.00 Uhr an einer Haltestelle in der Innenstadt. Genauere Informationen erhalten die Teilnahmenden mit der Anmeldebestätigung.
Es gibt keine Zwischenhalte oder Möglichkeiten des späteren oder früheren Zu- oder Ausstiegs.
Die Veranstalter behalten sich vor, vom Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
Stadtfelder Friedensweg
15:00 – 16:30 Uhr
Start: Goethestraße 28
Evangelisches Kirchspiel West, Quelle
Das Ev. Kirchspiel Magdeburg West lädt Anwohner*innen zu einem gemeinsamen Friedensweg für Weltoffenheit und Toleranz durch den Stadtteil ein, im Gedenken an die Zerstörung Magdeburgs. Der Weg führt von der Paulus-Kirche (Goethestraße, Stadtfeld Ost) bis zur Matthäusgemeinde (Freiherr-vom-Stein-Straße 45, Stadtfeld Ost).
Treffpunkt ist die Pauluskirche. Der gemeinsame Weg führt entlang von Stolpersteinen in Stadtfeld-Ost, die an ehemalige Magdeburger*innen, insbesondere an Frauen, erinnern. Es gibt ein Innehalten und die Steine werden poliert. Der Friedensweg endet an der Friedensglocke in der Freiherr-vom-Stein-Straße mit einem Friedensgebet.
Interreligiöser Stationenweg
14:30 – 17:00 Uhr
Start: Ökumenische Höfe St. Petri Kirche, Neustädter Straße 4
Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum der Ev. Kirche Mitteldeutschlands, Quelle
Angesichts der Zerstörung Magdeburgs im Januar 1945 wird während eines Interreligiösen Stationenweges entlang verschiedener Orte in der Magdeburger Innenstadt der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht werden. Die Magdeburger*innen sind aufgerufen, ein Zeichen für den Frieden und gegen eine rechtsextreme Vereinnahmung des Gedenkens zu setzen. Die Teilnehmenden erinnern mit Andachten und Gebeten an die Verantwortung aller Generationen für eine gewaltfreie Welt, singen gemeinsam Lieder und kommen miteinander ins Gespräch.
Der Friedensweg beginnt an den Ökumenischen Höfen | St. Petri Kirche (Neustädter Straße 4, 39104 Magdeburg) und endet an der Kathedrale St. Sebastian (Max-Josef-Metzger-Str. 4a, 39104 Magdeburg) mit einer Abschlussandacht.
Der interreligiöse Stationenweg ist eine gemeinsame Veranstaltung verschiedener Religionsgemeinschaften und zivilgesellschaftlicher Gruppen der Stadt Magdeburg.