
Den Burschentag zum Desaster machen!
Ende Mai treffen sich in Eisenach wieder Burschen der ‘Deutschen Burschenschaft’ zum sogenannten „Burschentag“. Was nach harmloser Tradition klingt, ist in Wahrheit für viele alles andere als das: Große Teile dieser Szene stehen für ein Weltbild, das auf Ausgrenzung, Nationalismus und extrem rechtem Gedankengut basiert.
Jedes Jahr versammeln sich hunderte deutschsprachige Burschenschafter aus mehreren Ländern in Eisenach, um ihrem Braunbuxentum Ausdruck zu verleihen.
Ob Rassismus, Sexismus, über ausschweifende Saufgelage bis hin zu Hitlergrüßen – die Deutsche Burschenschaft schämt sich für nichts, schon gar nicht für ihre Vergangenheit.
Doch auch gegenwärtig liest man immer häufiger von Burschen, die wegen Körperverletzungen vor Gericht stehen. Verteidigt werden sie aus den eigenen Reihen, denn der Lebensbund bietet ihnen viele Karrieremöglichkeiten. Sei es am Gericht, in der Politik oder in der politischen Bildung.
Besonders beunruhigend: auch in diesem Jahr ist wieder ein Fackelzug durch die Stadt geplant. Diese Inszenierungen sind kein folkloristischer Zufall, sondern bewusste Machtdemonstrationen. Sie erzeugen ein Klima der Einschüchterung – für alle, die nicht in dieses rückwärtsgewandte Weltbild passen.
Das betrifft uns alle. Deshalb:
Lasst uns den Burschen ordentlich das Bier versalzen und kommt nach Eisenach!
Alerta!