
Menschen schützen, nicht Grenzen
Am Mittwoch organisiert die Seebrücke Paderborn vor der Franziskanerkirche die nächste Mahnwache.
Die Mahnwache erinnert an die Wirklichkeit im Mittelmeer, wie sie die SOS Humanity letzte Woche erlebt hat. Ein libysches Patrouillenboot mit bewaffneten Milizen an Bord jagte ein Schlauchboot mit geflüchteten Menschen mehr als eine halbe Stunde über das Meer, rammte es mehrfach. Das Schiff der sogenannte libysche Küstenwache wird durch Italien bereitgestellt und mit europäischen Geldern finanziert. Die EU und ihre Mitgliedstaaten arbeiten seit Jahren mit libyschen Akteuren zusammen, um Schutzsuchende an ihre Flucht zu hindern.
Ein weiteres Element der Verletzung von dem Menschenrecht auf einen sicheren Ort ist die Abschiebung zum Beispiel in den Irak oder nach Afghanistan. Die Abschiebehaftanstalt in Büren ist ein Symbol für die Tatsache, dass nicht der Mensch mit seiner Würde im Mittelpunkt steht.
Am vergangenen Sonntag erinnerte eine Mahnwache, dass Menschen ohne Straftaten ihrer Freiheit beraubt werden und dort inhaftiert sind.
Die Seebrücke drückt mit der Aktion Solidarität mit Menschen aus, die auf der Flucht sind.
Alle Menschen sind eingeladen an der Mahnwache teilzunehmen.