
Geschichte wird gemacht – Wie wir rechtsextremen Strategien heute begegnen und Demokratie morgen stärken
Joachim Glaubitz: Geschichte wird gemacht – Wie wir rechtsextremen Strategien heute begegnen und Demokratie morgen stärken
Rechtsextreme und menschenfeindliche Erzählungen zeichnen oft düstere Zukunftsbilder: von Bedrohung, Ausgrenzung und Verfall. Doch diese Dystopien sind keine Vorhersagen – sie sind Strategien. Und ihnen lässt sich etwas entgegensetzen.
Der Vortrag wirft den Blick auf das Heute. Er gibt eine verständliche Einführung in zentrale Strategien rechtsextremer Einflussnahme – im Alltag, in Debatten und im Netz – und zeigt, warum sie wirken. Zugleich werden Wege aufgezeigt, wie wir ihnen begegnen können: durch Wissen über Fakten und Zusammenhänge, durch Sicherheit im Umgang mit rechten Parolen und durch das bewusste Setzen positiver Narrative, die Orientierung geben und Mut machen.
Aus der Perspektive einer möglichen positiven Zukunft können wir sichtbar machen, wie sehr unsere Gegenwart zählt. Eine Zukunft, in der Demokratie, Solidarität und Menschenwürde nicht zufällig bestehen, sondern weil Menschen Haltung gezeigt, widersprochen und gehandelt haben. Dieser Perspektivwechsel macht erfahrbar: Geschichte ist offen – und beeinflussbar.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Was kann ich tun? Der Vortrag verbindet Analyse und Ermutigung und macht deutlich, dass demokratisches Handeln nicht erst bei Aktionen beginnt, sondern im Alltag, im Gespräch und im öffentlichen Raum. Jede klare Position, jedes widersprochene Vorurteil und jede erzählte Gegenvision trägt dazu bei, welche Zukunft Wirklichkeit wird.
Joachim Glaubitz ist freiberuflicher Trainer im Projekt Firewall der Amadeu Antonio Stiftung und in der anti-rassistischen Bildungsarbeit mit dem Anti-Bias Ansatz unterwegs. Weiterhin leitet er ein digitales Demokratieprojekt #Demo(RAZY, das an Schulen und in der offenen Jugendarbeit, mit einer Verschänkung aus digitaler Sozialarbeit und Medienpädagogik, Jugendliche für politisches Engagement und demokratische Prinzipien begeistern will.
Zuvor hat er als Trainer im Team meX der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg in der Extremismusprävention gearbeitet.
Seit 2018 ist er zudem als Referent im Bereich Flucht/Asyl in Württemberg angestellt. Studiert hat er Ethik im öffentlichen Raum mit einem Schwerpunkt zur Kritischen Theorie.