
Rechten Eliten keine Plattform bieten!
Gegen die extrem rechte Burschenschaft Germania Halle zu Mainz!
Der Protest gegen die extrem rechte Burschenschaft Germania Halle zu Mainz (GHzM) und ihr Stiftungshaus in der Stahlbergstraße 33 in bester Oberstadt-Lage geht weiter!
Wie jedes Jahr ziehen wir im Juli anlässlich des Stiftungsfest der Burschen vor ihr Verbindungshaus, um uns dagegen zu wehren, dass ihre rassistische, sexistische und faschistische Ideologie Raum zur Verbreitung findet.
Burschenschaften sind politische Studentenverbindungen, die in nationalistischer sowie völkischer Tradition stehen und versuchen, ihr extrem rechtes und veraltetes Weltbild gesellschaftlich anschlussfähig zu machen. So kandidierte GHzM-Bursche Benjamin Steiner als ehemaliger Aktivist der “Identitären Bewegung” für die AfD als Ortsvorsteher der Mainzer Oberstadt und organisiert Rekrutierungstreffen der neuen AfD-Jugenorganisation “Generation Deutschland”, die sich direkt an Jugendliche richten.
Burschenschaften locken junge, erfolgsorientierte Studenten, die frisch an die Uni kommen, über einschlägige Portale, wie “WG gesucht”, mit günstigen WG-Zimmern und einem exklusiven Gemeinschaftsgefühl. Anschließend kommt neben dem Fechten und Saufen auch eine politische Ausbildung hinzu, die dann im Rahmen von rechten Jugendverbänden erprobt wird und später als Sprungbrett in die Berufspolitik innerhalb der AfD dient.
Dabei sind die Germania Halle zu Mainz (GHzM) und andere Burschenschaften keine alleinstehenden Akteure, sondern sind in der politischen Rechten breit vernetzt. Der “Alte Herr” der GHzM Sebastian Münzenmaer sitzt als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der AfD im Bundestag, darüber hinaus pflegt die GHzM ein freundschaftliches Verhältnis zu den Raczecks zu Bonn, deren “Alter Herr” Alexander Jungbluth für die AfD im Europaparlament sitzt.
Die Burschenschaft Germania Halle zu Mainz macht keinen Hehl aus ihrem rassistischen, sexistischen und völkischen Weltbild: Wer bei ihnen wohnen will muss weiß, deutsch und männlich sein und das gelegentliche Zeigen des “White-Power”-Grußes von Mitbewohnern und Freunden nicht zu eng sehen. Durch personelle Verflechtungen mit dem extrem rechten Dachverband “Deutsche Burschenschaft”, durch das Vorstandsmitglied Benjamin Steiner, macht sich die GHzM mit Diskussionen über einen “Arier-Nachweis” im Dachverband und deren grundsätzlich völkischen Positionen gemein. Mainz gilt bislang nicht als Hochburg der Rechten, und das ist auch gut so. Wenn wir wollen, dass dies so bleibt, müssen wir aber wachsam bleiben und die Faschisten dort stoppen wo sie versuchen Strukturen aufzubauen und zu festigen.
Das lassen wir nicht auf uns sitzen und bieten einen Gegenentwurf! Wir wollen in einer von Solidarität und sozialer Gerechtigkeit geprägten Gesellschaft leben, ohne Hetze und Rassismus.
Wir rufen alle, denen es auch so geht auf, mit uns gegen die Burschenschaft Germania Halle zu Mainz auf die Straße zu gehen.
Wir treffen uns am um 11 Uhr am Hauptbahnhof, um anschließend von dort geschlossen und kämpferisch zum Verbindungshaus der Burschenschaft Germania Halle zu Mainz zu ziehen!
Mainz bleibt stabil, Mainz bleibt antifaschistisch!