#saytheirnames

Sankt Pauli Fans gegen rechts Demo

Die Zeiten sind düster. Egal, wo man hinschaut, überall Krieg und Krise, (drohende) Armut und Existenzängste. In diesem Klima erstarkt weltweit eine Rechte durch populistisches „Treten nach unten“ und Menschenfeindlichkeit. In Deutschland fand dies zuletzt mit dem „Geheimtreffen“ von AfD und Werteunion mit Neonazis und reichen Geldgeber*innen seinen vorläufigen Höhepunkt. Wir sind nicht überrascht – diese Entwicklung passt ins Bild. Seit Jahren ist zu beobachten, wie sich der gesellschaftliche Diskurs nach rechts verschiebt, populistische Forderungen und rassistische Hetze immer mehr Gehör finden, faschistoide Ideen wieder publik werden. Zivilisatorische Gewissheiten, solidarisches Denken und gesellschaftliches Miteinander, all dies, was für uns selbstverständlich schien, ist bedroht – dies beweist auch das Handeln großer Teile der deutschen Zivilgesellschaft. In unseren Köpfen entstehen Ängste, wenn wir auf aktuelle Umfrageergebnisse schauen.
Noch in diesem Jahr wird mit Sachsen, Thüringen und Brandenburg in 3 Bundesländern gewählt – die AfD ist mit aktuell circa 35 Prozent in allen drei Bundesländern auf Platz 1, zusätzlich sagen ihr Umfragen einen hohen Zuspruch bei der Europawahl voraus.
Die anderen Parteien in Regierung und Opposition reagieren auf diese Diskursverschiebungen und den aufkommenden Faschismus mit Imitation – und verraten dabei die Ideale und Werte, die einst in ihren Parteiprogrammen standen. Anstatt Populismus und Menschenfeindlichkeit der AfD zu entlarven, wollen nun auch sie im großen Stile abschieben und Sozialleistungen kürzen. Und dies setzen sie auch um: das neu verabschiedete „Rückführungsverbesserungsgesetz“ macht Seenotrettung strafbar, Abschiebehaft wurde verlängert. Allein Hamburg hat im letzten Jahr die Zahl der Abschiebungen verdoppelt. Anstatt für gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein solidarisches Miteinander zu kämpfen, wird billiger Populismus betrieben und nach unten getreten – ob auf dem Cover des Spiegels oder der Bühne der Bauernproteste.

Und aus Worten werden Taten. Dieser Sprech enthemmt, Gewalt gegen marginalisierte Gruppen oder Andersdenkende wird so der Weg bereitet. Rassistische, antisemitische und extreme rechte Gewalt sind laut unabhängigen Beratungsstellen seit 2015 im stetigen Anstieg. Dabei sinkt auch im Bereich der sogenannten Mitte der Gesellschaft die Hemmschwelle – angestachelt durch rassistische, antisemitische und menschenverachtende Parolen werden diese zu Täter*innen oder gehen offen in die Komplizenschaft mit der extremen Rechten.

Wir wollen und können bei dieser Entwicklung nicht tatenlos zuschauen, sondern wollen ein klares Zeichen setzen gegen Populismus, Menschenfeindlichkeit und faschistische Bestrebungen!

Sankt Pauli Fans gegen Rechts – dieser Spruch ziert seit Jahrzehnten Sticker, Banner, Fahnen und dieses Jahr sogar die Dauerkarten. In den aktuell immer düstereren Zeiten reicht das Zeigen des Symbols im Stadion und Alltag alleine nicht mehr aus, es gehört mit Entschlossenheit auf die Straße!
Kommt mit uns nach dem FĂĽrth-Heimspiel am 03.02. auf die StraĂźe und setzt ein deutliches Zeichen gegen Rechtsruck, AfD und faschistische Fantasien!

FĂĽr empathische Antworten auf Krise und ein solidarisches Miteinander!

Stadt:

Datum

03.02.2024
Abgelaufen!

Uhrzeit

15:00

Art

Demo

Standort

Hamburg, St. Pauli - SĂĽdkurvenvorplatz
St. Pauli, 20359 Hamburg
Bundesland
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